Welche Figuren muss der Junior-Handler beherrschen?
Die Wende
Da im Ring nur eine begrenzte Fläche zur Verfügung steht, ist die Wende ein wichtiges Mittel, die Laufbewegung des Hundes trotz Richtungswechsel aufrechtzuerhalten. Es gibt verschiedene Versionen, eine Wende durchzuführen; wichtig ist allein, dass der Hund flüssig weiterläuft und auf keinen Fall ins Stocken gerät. Auf diese Weise wird sein Gangwerk am vorteilhaftesten präsentiert.
Im Gegensatz zum üblichen Vorführen eines Hundes auf einer Ausstellung, wo der Hund nur links geführt wird, muss der Hund beim Junior-Handling zeitweise auch auf der rechten Seite geführt werden. Das ergibt sich aus dem Grundsatz, der nur für das Junior-Handling so streng gehandhabt wird, dass sich der Vorführer niemals zwischen Richter und Hund befinden darf. Fällt ein Seitenwechsel mit einem Richtungswechsel zusammen, ist die eleganteste Lösung die sogenannte 'Wende nach innen'.
Wichtig ist, dass der Richter immer den Blick auf den Hund frei hat und dazu nicht selbst seinen Standort verändern muss. Während er andererseits autorisiert ist, seinen Standort zu variieren, z. B. aus der Kreismitte herauszutreten und außerhalb Position zu beziehen. Das praktiziert ein Richter, um festzustellen, ob die Junioren konzentriert bei der Sache sind und den Grundsatz des Junior-Handlings 'Junior niemals zwischen Richter und Hund!' kennen und umsetzen.
Empfehlenswert ist die 'Wende nach außen', wenn der Junior-Handler aufgefordert wurde, vom Richter aus eine weitere Figur zu laufen.
Geradeaus auf und ab
Eine Grunddisziplin bei allen Vorführungen ist das Geradeausgehen. Da aber der zur Verfügung stehende Raum im Ring begrenzt ist, setzt sich das Geradeausgehen immer aus einem Hin und Zurück zusammen, damit der Richter genügend Gelegenheit erhält, das Gangwerk des Hundes zu beurteilen.
Das Dreieck
Das Dreieck ist eine beliebte Laufform, weil der Richter abwechselnd das Gangwerk des Hundes von der Seite, von vorne und von hinten betrachten und beurteilen kann.
Das "T"
Das T ist eine spezielle Figur, die die Form des gleichnamigen Buchstabens nachahmt. Das T erlaubt dem Richter eine gründliche Beurteilung des Gangwerks des Hundes von allen Seiten.
Das "L"
Das L hat ebenfalls seinen Namen aus dem Schrifttypenbereich erhalten. Es ist als Laufform im Junior-Handling praktisch die Kurzform des T und kommt meist dann ersatzweise für das T zum Einsatz, wenn der Ring zwar relativ lang, aber sehr schmal ist.
Der Kreis
Beim Laufen in Kreisrichtung gibt es zwei Varianten, einmal die einfachere Ausführung, wenn der Richter von der Kreismitte aus seine Beurteilung vornimmt und zum anderen die mehr Konzentration erfordernde, wenn er seinen Standort wechselt und beispielsweise zeitweise von der Kreismitte aus und zeitweise von außerhalb begutachtet.

laufend - stehende Präsentation - kniehende Präsentation
Handling Tipps
- Was ihr unbedingt beachten sollt:
- Angemessene Kleidung bedeutet der Situation angepasste sportliche Kleidung. Es wird gerne gesehen, wenn die Kleidung auch farblich zur Fellfarbe des Hundes abgestimmt ist, aber dazu im Kontrast steht. Das heißt, bei einem schwarzen Hund keine schwarze Hose, sondern irgend eine helle Farbe auszu-wählen, bei einem braunen Hund eine gegensätzliche Farbe wie beige oder oliv oder ocker auszusu-chen, die eben auch noch in farblicher Harmonie zu dem Braunton steht.
- Denkt daran, dass eines eurer Kleidungsstücke eine Tasche besitzt, wo ihr ein paar Leckerle unterbrin-gen könnt, die ihr aber nicht während des Wettbewerbs eurem Hund zukommen lasst, sondern kurz da-vor zur Motivation und danach zur Belohnung!
- Tragt Sportschuhe mit gut haftenden Profilsohlen, da die Hallenböden recht glatt sein können!
- Bevor das Handling beginnt, solltet ihr nochmals mit eurem Hund zu einem Löseplatz gehen und even-tuell auch einen kurzen Spaziergang machen und mit ihm spielen, besonders wenn er sehr lebhaft ist; das baut Stress ab, überschüssige Energie wird verbraucht und er "tanzt" später im Ring nicht aus der Reihe, so dass ihr dann beide die Wettbewerbssituation besser meistern könnt.
- Kurz vor Beginn des Wettbewerbs solltet ihr euren Hund auch nochmals bürsten, um das beste Ergebnis bei der Beurteilung seines Pflegezustands zu erreichen.
- Es bringt nichts mehr, kurz vor Beginn des Handlings die verschiedenen Laufschemata zu üben. Ihr müsst das ausgiebig zu Hause geübt haben, und zwar in kurzen Zeitsequenzen über viele Tage und e-ventuell auch Wochen verteilt.
- Geht nur mit einem gut auf den Junior-Handling-Wettbewerb vorbereiteten Hund in den Ring! Am besten ist es, wenn ihr selbst mit dem Hund eurer Wahl trainiert habt.
- Achtet genau auf die Anweisungen des Richters; tut nur das, was er von euch wünscht!
- Passt auf, was er von den vor euch ausführenden Teilnehmern verlangt! So könnt ihr euch besser auf seine Anweisungen einstellen.
- Seid stets aufmerksam und schaut zum Richter hin! Das wird er positiv bewerten.
- Gebt euch mit freundlicher Miene! Ein missmutig dreinschauender Junior-Handler hat weniger Chan-cen, gut abzuschneiden, denn mit mürrischem oder desinteressiertem Gesichtsausdruck ist er auch nicht in der Lage, seinen Hund zu motivieren.
- Beobachtet die vor euch agierenden Junior-Handler, wie sie ihre Hunde präsentieren, und bildet euch selbst ein Urteil!
- Achtet auf die Techniken der anderen Junior-Handler und wägt ab, ob ihr euch die eine oder andere Technik aneignen wollt!
- Macht euch zum obersten Grundsatz: "Handler niemals zwischen Richter und Hund"!
- Versucht, mit möglichst wenigen, aber effektiven Bewegungsabläufen euren Hund so vorteilhaft wie möglich zu präsentieren! Überlegt, bevor ihr eine Figur zu laufen beginnt, auf welcher Seite ihr den Hund führt!
- Konzentriert euch bei der Einzelpräsentation zwar besonders auf euren Hund, damit ihr als stimmi-ges Team in Erscheinung tretet, lasst aber die Vorgänge um euch herum nicht völlig außer acht!
- Achtet auf drei Dinge, wenn ihr den Hund in der Gruppe vorführt:
- Immer wieder Blickkontakt zum Richter,
- um sofort zu sehen, wenn er seinen Standort ändert,
- falls er in irgendeiner Form Handzeichen gibt,
- um aus größerer Entfernung mitzubekommen, was er sagt, und
- um dem Richter zu demonstrieren, dass ihr aufmerksam seid.
- Auf die Konkurrenten achten,
- dass ihr nicht zu dicht auf den anderen aufschließt,
- dass ihr gleichmäßigen Abstand zu den anderen haltet und
- dass ihr euch auf gleicher Höhe mit den anderen in der Reihe aufstellt
- Den eigenen Hund im Auge behalten, um ihn notfalls zu korrigieren.
- Immer wieder Blickkontakt zum Richter,
- Vergesst nicht, auch während des Wettkampfs euren Hund aufzumuntern, ihn zu loben, ihm eine liebevolle Behandlung wie Streicheln und Tätscheln zukommen zu lassen! Solange das nicht übertrieben und damit störend wirkt und ihr euch dadurch nicht in den Vordergrund manövriert, wird das positiv ver-merkt, weil es euer harmonisches Verhältnis zum Hund unterstreicht sowie Verständnis und Einfüh-lungsvermögen unter Beweis stellt.
- Versucht trotz Wettkampfsituation, euch nicht zu verkrampfen und verbissen euer Vorhaben zu ver-folgen! Gebt euch natürlich! Seid mit Freude dabei!
- Bringt Sportgeist mit, seid fair und rücksichtsvoll! Gratuliert den besser platzierten Konkurrenten!
- Angemessene Kleidung bedeutet der Situation angepasste sportliche Kleidung. Es wird gerne gesehen, wenn die Kleidung auch farblich zur Fellfarbe des Hundes abgestimmt ist, aber dazu im Kontrast steht. Das heißt, bei einem schwarzen Hund keine schwarze Hose, sondern irgend eine helle Farbe auszu-wählen, bei einem braunen Hund eine gegensätzliche Farbe wie beige oder oliv oder ocker auszusu-chen, die eben auch noch in farblicher Harmonie zu dem Braunton steht.
- Was ihr vermeiden sollt:
- Sprecht niemals während des Handlings mit einem anderen Teilnehmer im Ring! Es kann für diesen sehr störend sein, wenn er sich konzentrieren möchte. Und falls der Richter euch dabei beobachtet, muss er annehmen, dass ihr am Ringgeschehen wenig interessiert seid. Es wird zu einer Punktzahlminderung kommen, weil Aufmerksamkeit und Konzentration Bewertungskriterien sind.
- Geht niemals mit einem untrainierten Hund in den Ring! Ihr habt keine Chancen auf eine gute Bewer-tung.
- Wählt keinen Hund, der zu groß für euch ist! In schwierigen Situationen seid ihr dann nicht mehr Herr der Lage. Ihr müsst körperlich dem Hund überlegen sein.
- Diszipliniert euren Hund im Ring niemals hart, schreit ihn nicht an, schlagt ihn niemals! Wenn er nicht mitma-chen will, muntert ihn geduldig auf; versucht, euch selbst locker und unverkrampft zu geben, zeigt euch freudig und probiert, mit freundlichen Worten und gutem Zureden, ihn zu motivieren. Nicht dass der Hund streikt, ist entscheidend, sondern euer Handling, eure Art und Weise, wie ihr den Hund zum Weiterma-chen bewegt. Der Richter beobachtet, wie ihr mit der Situation umgeht, ob ihr nervös werdet oder souve-rän dem Hund verdeutlicht, dass er jetzt zu gehorchen hat. Der Richter bewertet euer Verhalten. Denkt daran, ihr werdet beurteilt, nicht der Hund!
- Sollte euer Hund freudig hochspringen und unruhig herumtänzeln wollen, zeigt ihm durch ein bestim-mendes "Nein", dass er sich unterzuordnen hat. Das angemessene Zurechtweisen wird positiv vermerkt.
- Keinerlei Nahrungsmittel im Ring verzehren! Das ist nicht nur unhöflich, es stört auch andere Teilnehmer im Ring und lenkt vor allem die Hunde ab.
- Auch das Kauen von Kaugummi und das Lutschen von Bonbons muss im Ring unterbleiben.
- Lasst euch durch anfängliche Fehler nicht frustrieren! Denkt daran, jeder hat einmal angefangen und Fehler gemacht - die Anfänger von heute sind die Profis von morgen! Nehmt die Niederlage zum Anlass weiter zu üben! "Übung macht den Meister" sagt das Sprichwort - durch Übung und Routine in der Teil-nahme an Wettbewerben kommt ihr zum Erfolg!
- Sprecht niemals während des Handlings mit einem anderen Teilnehmer im Ring! Es kann für diesen sehr störend sein, wenn er sich konzentrieren möchte. Und falls der Richter euch dabei beobachtet, muss er annehmen, dass ihr am Ringgeschehen wenig interessiert seid. Es wird zu einer Punktzahlminderung kommen, weil Aufmerksamkeit und Konzentration Bewertungskriterien sind.



